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Planungen für die Keynote bei der Maker Week 2020

Vor einigen Monaten kam die Anfrage für eine Keynote im Rahmen der Maker Week 2020. Damals war noch nicht vollständig absehbar, dass durch COVID-19 die Planungen kräftig durcheinander geworfen werden. Ursprünglich sollte es ein Maker Festival sein mit Präsentation und Prämierung von Hacks.

Aus dem Festival wurde dann die Maker Week (8.-11. September) und alles in digital – zumindest für die meisten Formate. Tatsächlich wird die Keynote vor Ort stattfinden, allerdings ohne Publikum, sondern live gestreamt. Ich finde das einen guten Kompromiss: die Präsenz-Atmosphäre wird simuliert, was mir lieber ist als in den Monitor reinzusprechen. Gleichzeitig ist Interaktion möglich durch einen Rückkanal (z.B. Twitter, Padlet), so dass die klassische Vortrags-User-Experience aufgebrochen wird.

Entsprechend der neuen Ausrichtung, passe ich auch meine Planungen an.

Zunächst zum Inhalt. Betitelt ist der Vortrag mit „COVID-19 als Katalysator für digitale Bildung?!“ sowie ergänzt durch dieses Abstract:

Durch die COVID-19-Pandemie scheint in der Bildung plötzlich möglich zu sein, wovon zuvor seit vielen Jahren nur geträumt wurde. Nun wird wie selbstverständlich über digitale Medien, Technologien, Infrastrukturen und Geräte gesprochen und wie diese im Homeschooling und Distanzlernen eingesetzt werden können. Für die Anschaffung von digitaler Technik wird viel Geld von der Politik bereitgestellt, wodurch Lehrer*innen in die Pflicht genommen werden. Die Erwartung ist entsprechend hoch, dass gute didaktische Konzepte vorliegen.

In dieser Situation ist es wichtig, die Chancen und Risiken, die sich mit der fortschreitenden Digitalisierung in der Bildung eröffnen, genau zu betrachten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Im Vortrag wird dieser Denk- und Handlungsprozess exemplarisch und interaktiv durchgespielt. Dazu werden aktuelle Entwicklungen aus den letzten Monaten vorgestellt, um pädagogische und didaktische Leitfragen abzuleiten, die wir gemeinsam während und nach dem Vortrag diskutieren. Ziel ist es, ein reflektiertes Verständnis des Themenkomplex „digitale Bildung” zu erarbeiten und in einem gemeinsamen Dialogprozess praktisch anzuwenden.

https://www.makeyourschool.de/maker-festival/

Mein Ziel mit dem Vortrag ist, es ein Verständnis zu schaffen, mit dem die zurückliegende, die gegenwärtige und zukünftige Digitalisierung in der Bildung eingeordnet werden kann. Gleichzeitig möchte ich nicht zu akademisch vorgehen, sondern die Teilnehmer*innen und ihre digitale Lebenswirklichkeit einbeziehen. Das versuche ich durch integrierte Feedback-Möglichkeiten.

Grob gegliedert sieht der Ablauf ungefähr so aus.

COVID-19 als Zwangsdigitalisierung

Über Nacht hat COVID-19 die Bildung in Schule und Hochschule kalt erwischt und vor eine „Herkulesaufgabe“ (Quelle) gestellt. Der komplette Unterrichts- und Lehrbetrieb musste auf digitale Formate umgestellt werden. Alle waren gleichermaßen betroffen, auch die Zuschauer*innen beim Vortrag. Wie haben sie die Umstellung erlebt? Welche Herausforderungen gab es und wie wurden diese angegangen?

Dazu nutzen wir ein Padlet.

Made with Padlet

Während im Padlet geschrieben wird, gehe ich auf einige Besonderheiten der Umstellung ein, wie z.B. den Bedarf an Technik für Video-Konferenzen und die damit zusammenhängenden datenschutzrechtlichen Probleme oder die krampfhafte und reflexhafte Verteidigung der Präsenzlehre.

Digitalisierung der Bildung – was bisher geschah

Damit lässt sich zeigen – so meine These – dass Schule und Hochschule es bisher nicht geschafft haben, ihre pädagogischen und kulturellen Praktiken an die Bedingungen der Digitalität anzupassen. Um das zu verdeutlichen gehe ich kurz auf die bisher statt gefundenen Maßnahmen zur Digitalisierung – aus Sicht der Hochschulen – ein. Das betrifft die Aspekte Digitalisierungsstrategie und Förderung von innovativen Projekt durch Bund und Länder. Entstanden ist dadurch eine höchst unterschiedliche Landschaft mit lautstarken Pionier*innen und Skeptiker*innen, während die breite Masse dazwischen sich noch nicht recht positioniert hat.

Digitalität als alternative Perspektive

Während mit Digitalisierung ein Entwicklungs- und Transformationsprozess zum Ausdruck gebracht wird, steht Digitalität für eine veränderte kulturelle Praxis. Technologien und Infrastrukturen ermöglichen neue ästhetische und kulturelle Ausdrucksformen und vielfältige Lernprozesse. Die Maker-Bewegung lässt sich als eine Manifestation der Kultur der Digitalität verstehen.

Wie COVID-19 eine Kultur der Digitalität fördern kann

Dank COVID-19 haben wir nun eine neue Ausgangslage, denn die breite Masse hat nun erstmals eigene Erfahrungen mit digitalem Lernen und Lehren gemacht. Diese waren pauschal gesagt und ohne das im Detail empirisch zu belegen, gemischt. Somit scheint klar, dass das auch besser geht im nächsten Semester oder Schuljahr. Aber wie? Damit sind wir beim Ausblick auf die Zukunft und der Frage, wie sich die Teilnehmer*innen gute Bildung im Jahr 2020 wünschen und vorstellen.

Der Blick in die Glaskugel: Wie kann und sollte gute Bildung heute aussehen?

Blick in die Glaskugel

Auch hier bietet sich ein Padlet zum Sammeln und zur Diskussion von Ideen an. Ich bin sehr gespannt auf die Antworten und fasse das anschließen in einem kommentierbaren Beitrag zusammen.

Categories: Maker Week 2020

admin

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